I N H A L T
Beiträge zum Symposium vom 4. Dezember 2024 im Bach-Archiv Leipzig anlässlich des 80. Geburtstags von Ton Koopman, Präsident der Stiftung Bach-Archiv Leipzig
Christoph Wolff (Cambridge, MA), Bachs Leipziger Trauungskantaten
Peter Wollny (Leipzig), Bachs Choralkantaten und die „accurateste und feinste Ausführung“
Michael Maul (Leipzig), „Apostata“: Zur Lebensgeschichte von Bachs Weimarer Tenor Andreas (Tezelinus) Aiblinger
Christine Blanken (Leipzig), Annotationen zu Wilhelm Friedemann Bachs letztem Orgelkonzert in Berlin (1783)
Beiträge aus dem „Forschungsportal BACH.
Langzeitprojekt am Bach-Archiv Leipzig in Kooperation mit der Sächsischen Akademie der Wissenschaften“
Bernd Koska (Leipzig), Ratsstipendien für Studenten bei der Leipziger Kirchenmusik unter Kuhnau und Bach
Till Reininghaus (Leipzig), Johann Christoph Böckel und Carl Wilhelm Hering – zwei unbekannte Bassisten Bachs bei der Leipziger Kirchenmusik
Gregor Richter (Leipzig), Der Mühlhäuser Organist Georg Christian Hetzehenn. Ein Schüler Johann Sebastian Bachs und Kollege Johann Gottfried Bernhard Bachs
Peter Wollny (Leipzig), Neue Erkenntnisse zu den Meininger „Sonntags- und Fest-Andachten“
Freie Beiträge
Rens Bijma (Soest, NL), Wirkten in der Erstaufführung von Bachs Leipziger Probekantate „Du wahrer Gott und Davids Sohn“ BWV 23 Blechbläser mit?
Andrew Talle (Evanston, IL), Violoncello und Violoncello piccolo bei Bach. Eine Erwiderung auf Ulrich Prinz (BJ 2024, S. 243 – 245)
Stephen Roe (London), Auf dem Weg zu einer neuen Chronologie von Johann Christian Bachs frühen sinfonischen Werken: Zu Datierung und Echtheit der Mantuaner Handschriften
Kleine Beiträge
Ines Telle (Rottenburg am Neckar), Johann Jacob Carl – Ein Orgelschüler Johann Sebastian Bachs?
Hans-Joachim Schulze (Leipzig), Kleine Bach-Studien (II)
Klaus Hofmann (Göttingen), „Ich säe meine Zähren mit bangem Herzen“. Anmerkungen zu der Sopran-Arie BWV 146/5
Neue Bach-Gesellschaft e.V. Leipzig
Mitglieder der leitenden Gremien
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Der 111. Band des seit 1904 bestehenden Jahrbuchs unserer Gesellschaft gibt erneut Einblicke in aktuelle Ergebnisse der Forschung. Der Band wird eröffnet mit vier Texten, die aus Referaten zu einem im Dezember 2024 veranstalteten Ehrensymposium anlässlich des 80. Geburtstags von Ton Koopman hervorgegangen sind. Darunter findet sich Christoph Wolffs Blick auf Bachs Trauungskantaten, Michael Mauls Recherchen zur Biographie von Bachs Weimarer Tenoristen Andreas Aiblinger, Peter Wollnys Überlegungen zur Aufführungspraxis von Bachs Choralkantaten und Christine Blankens Untersuchungen zu den Hintergründen von Wilhelm Friedemann Bachs letztem Orgelkonzert in dem vom Ausbruch des isländischen Laki-Vulkans betroffenen Berlin im November 1783.
Eine zweite Serie von Texten entstand im Rahmen des „Forschungsportals BACH – Innovative Dokumentation der Lebens- und Wirkungsgeschichte der Musikerfamilie Bach von den Anfängen bis 1810“, einem 2023 begonnenen und im Rahmen des Akademienprogramms auf 25 Jahre angelegten Langzeitprojekt, das am Bach-Archiv Leipzig angesiedelt ist und in Kooperation mit der Sächsischen Akademie der Wissenschaften durchgeführt wird. Dieses Forschungsvorhaben erschließt sämtliche verfügbaren archivalischen Quellen zur gesamten Musikerfamilie Bach und macht sie öffentlich zugänglich. Bernd Koska befasst sich mit den vom Leipziger Stadtrats vergebenen Stipendien für Studenten, die während der Amtszeit von Johann Kuhnau und Johann Sebastian Bach bei der Kirchenmusik mitwirkten. Till Reininghaus stellt zwei bislang unbekannte Studenten vor, die von Bach als Bassisten eingesetzt wurden. Gregor Richter beleuchtet den Mühlhäuser Organisten Georg Christian Hetzehenn, der nach Aussage eines Zeitgenossen ein Schüler Bachs war. Neue Erkenntnisse zu den Meininger „Sonntags- und Fest-Andachten“, einem von Johann Ludwig Bach in Musik gesetzten Jahrgang von Kantatentexten, liefert ein Beitrag von Peter Wollny.
In der Rubrik der freien Beiträge finden sich Abhandlungen unter anderem von Rens Bijma über Bachs Leipziger Probekantaten und Stephen Roe über die frühen sinfonischen Werken von Johann Christian Bach. Darüber hinaus stellt Ines Telle einen unbekannten Bach-Schüler aus Mühlhausen vor, und Klaus Hofmann beschäftigt sich mit der Entstehungsgeschichte der Sopran-Arie aus Bachs Kantate „Wir müssen durch viel Trübsal“ BWV 146.
